Workshop für entwicklungspolitische ExpertInnen der Bundesländer 2016

CC BY-NC 2.0 Rasande Tyskar/flickr.com

Flucht und Migration in der Entwicklungszusammenarbeit der Bundesländer

13.-14. April 2016
LVR-LandesMuseum Bonn

Konferenzsprache: Deutsch

Viele Flüchtlinge und MigrantInnen, die Europa und Deutschland in diesen Monaten erreichen, werden mittel- oder auch langfristig hier verbleiben. Bundesländer und Kommunen sowie zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen und Bürgerinitiativen ermöglichen in einem gemeinsamen Kraftakt die Unterbringung und Erstversorgung dieser Menschen. Der Austausch über Perspektiven der MigrantInnen und der Aufnahmegesellschaft sowie über das künftige Miteinander steht jedoch bislang häufig dahinter zurück.

Die 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung, an deren Umsetzung in Deutschland die Bundesländer einen entscheidenden Anteil haben werden, verweist auf die besondere Schutzbedürftigkeit von MigrantInnen. Sie betont zugleich auch den positiven Beitrag, den diese zu nachhaltiger und inklusiver Entwicklung leisten können.

In den Bundesländern liegt die Zuständigkeit für Flüchtlinge und MigrantInnen in der Regel bei den Innen-, Sozial-, Arbeits- oder Integrationsministerien. Im Sinne der 2030-Agenda stellt sich aber die Frage, wie die Bundesländer auch in ihrer Entwicklungs- und Eine-Welt-Politik auf die gegenwärtige Flüchtlingssituation eingehen können.

Fast alle entwicklungspolitischen Leitlinien in den Bundesländern setzen einen Schwerpunkt auf die Förderung des Globalen Lernens sowie auf den interkulturellen Dialog. Beide Instrumente können einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die komplexen Zusammenhänge zu vermitteln, die Menschen zum Verlassen ihrer Heimat zwingen. Sie können auch dazu beitragen, das neue Miteinander gemeinsam zu gestalten und Ängste im gegenseitigen Austausch abzubauen.

Viele Bundesländer setzen darüber hinaus auch in der konkreten entwicklungspolitischen Zusammenarbeit auf die Kooperation mit MigrantInnen und Diasporagemeinschaften. Welche neuen Chancen und Herausforderungen ergeben sich hierfür aus der aktuellen Zuwanderung? Und können Länder und Kommunen, etwa im Rahmen von Entwicklungspartnerschaften, auch einen Beitrag zur Prävention und Bearbeitung von Konflikten in Herkunftsländern von MigrantInnen leisten?

In ihrem diesjährigen Workshop für entwicklungspolitische ExpertInnen der Bundesländer möchte die sef: diese Fragen in den Vordergrund stellen. Zum Auftakt ist eine allgemeine Einführung in die friedenspolitische Bedeutung der 2030-Agenda und Chancen einer friedenslogischen Entwicklungspolitik der Bundesländer geplant. Daran anschließen werden sich Diskussionsrunden zur Vermittlung von Wissen über Flucht und Migration im Rahmen des Globalen Lernens, über Erfahrungen und Potenziale des interkulturellen Austausches mit MigrantInnen, über Herausforderungen in der praktischen entwicklungspolitischen Kooperation sowie abschließend über Möglichkeiten, gemeinsam mit MigrantInnen die Bearbeitung von Konflikt- und Fluchtursachen in ihren Heimatländern zu unterstützen.

AKTUELLES

Von der Agenda 2030 zum Politikwandel. Narrative, Anreize und Strukturen

ANKÜNDIGUNG

Wie können die Bundesländer ressortübergreifende Zielvorstellungen für die SDGs entwickeln? Braucht ein Politikwechsel neue Strukturen? Wie kann ein positives Narrativ den Politikwechsel begleiten? Expertinnen aus den Administrationen und Parlamenten der Bundesländer werden diese Fragen am 18./19. September im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung erörtern. Eine Teilnahme ist nur auf persönliche Einladung möglich.

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sef: JAHRESBERICHT 2017 erschienen

Auch im Jahr 2017 hat die sef: Menschen und Initiativen rund um den Globus aufgespürt und miteinander in Dialog für Frieden, nachhaltige Entwicklung, soziale Gerechtigkeit und den Respekt der Menschenwürde gebracht. Der Jahresbericht fasst die zentralen Ergebnisse unserer Veranstaltungen noch einmal zusammen und gibt einen Überblick über unsere Publikationen und Finanzausgaben.

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sef: STELLENAUSSCHREIBUNG

Die Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine wissenschaftliche Referentin/einen wissenschaftlichen Referenten (Vollzeit). Hauptaufgabengebiete sind die Konzeption sowie die inhaltliche Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen (Projektleitung), die inhaltliche Betreuung von sef: Publikationen und die Mitwirkung an der Öffentlichkeitsarbeit. Die Bewerbungsfrist endet am 1. August 2018.

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How to defend digital rights?

BERICHT ERSCHIENEN

Die Freiheit des Internets ist in vielen Staaten durch Einschränkungen der Netzneutralität oder das Abschalten einzelner Anwendungen eingeschränkt. Aber es gibt Hoffnung. In verschiedenen Weltregionen mobilisiert sich die Zivilgesellschaft um Netzneutralität zu schützen. Über die Erfahrungen von Netzaktivisten in verschiedenen Weltregionen diskutierte die sef: mit ´Gbenga Sesan aus Nigeria und Thomas Lohninger aus Österreich beim Deutsche Welle Global Media Forum 2018.

Lesen Sie die wichtigsten Diskussionsergebnisse in unserem Bericht nach!

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sef: insights 5-6|2018

NEUERSCHEINUNGEN

Wie können lokale Medien zu friedvollen Gesellschaften beitragen? Im Rahmen des Berliner Sommerdialogs erklären Rev. Geraldine Fobang aus Kamerun und Dr. William Tayeebwa aus Uganda die Herausforderungen und Chancen für friedensorientierten Journalismus. 

Lesen Sie die Interviews als sef: insights oder schauen Sie sie als Video an!

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