Normative Herausforderungen für Global Governance

In diesem Programmschwerpunkt diskutiert die sef: themen- und ebenenübergreifend normative Herausforderungen des politischen Agierens im globalen Zusammenhang aus unterschiedlichen Perspektiven. Sie fördert den interdisziplinären und internationalen Austausch darüber, welche konstruktiven Ansätze für ein friedliches Agieren und eine zukunftsweisende Bearbeitung der anstehenden Problemlagen geeignet sind. Ein wesentliches Augenmerk gilt dabei der Ablehnung „westlich“ geprägter Normen durch neue und aufsteigende Groß- und Mittelmächte vor dem Hintergrund fortbestehender Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten im globalen Regieren.

Es wird danach gefragt, welche Normen neu definiert werden müssen, wie dies geschehen kann und welchen spezifischen Beitrag Deutschland und Europa dazu leisten können. Dabei werden auch alternative Konzepte und deren Grundlagen – wie sie etwa in großen Schwellenländern diskutiert werden – und Gegenmodelle zu Global Governance stärker in den Blick genommen. Zugleich wird auch der spezifische Beitrag nichtstaatlicher Akteure einbezogen.

In diesem Zusammenhang interessieren auch die Erosionsprozesse innerhalb bestehender internationaler Zusammenschlüsse sowie die Herausbildung neuer Allianzen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Fragen der Normumsetzung. Ebenfalls von Interesse ist die Frage nach der Legitimität politischer Entscheidungen auf globaler Ebene und der Rolle nationaler und regionaler Parlamente.

AKTUELLES

Der sef: Beirat im Gespräch

Berlin: „Nachhaltige Bundeshauptstadt“ mit globaler Verantwortung?

KURZBERICHT ERSCHIENEN

Berlin hat in den vergangenen Jahren bereits wesentliche Weichenstellungen in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung gesetzt. Wo steht Berlin auf dem Weg zur „Nachhaltigen Bundeshauptstadt“? Welche Ziele soll sich die Stadt setzen? Und wie steht es um Berlins Beitrag zu globaler nachhaltiger Entwicklung? Lesen Sie dazu den Kurzbericht zu unserem Parlamentarischen Abend im Berliner Abgeordnetenhaus am 11. September 2018.

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Global Governance in den Gesellschaften verankern

ANKÜNDIGUNG

Die Kritiker globaler Zusammenarbeit treffen einen wunden Punkt, wenn sie globales Regieren als ein elitäres Projekt kritisieren. Die Rückbindung von Global Governance an die Gesellschaften verbleibt relativ schwach. In unserem Internationalen sef: Expertenworkshop 2018 zielen wir deshalb darauf ab, neue Strategien zu identifizieren, die zu einer fortschreitenden Verankerung globaler Politikgestaltung in der Gesellschaft beitragen könnten.

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Die globale Flüchtlingskrise:
Wie eine gerechte Antwort aussehen könnte

NEUE AUSGABE ERSCHIENEN

Mit dem Bestreben, Flüchtlinge von ihren Territorien fern zu halten, entziehen sich die westlichen Nationen ihrer historischen und politischen Verantwortung, so die Analyse des renommierten indischen Migrationsforschers B.S. Chimni in den GLOBALE TRENDS. ANALYSEN 03|2018. Chimni fordert deshalb eine gerechte Antwort der internationalen Gemeinschaft auf die globale Flüchtlingskrise. Diese könne nur in einer mehrdimensionalen Strategie bestehen, die im Dialog aller relevanten Akteure erarbeitet werden müsse.

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sef: Policy Lunch 2018

The EU in Global Food Governance

BERICHT ERSCHIENEN

Weltweit wird ausreichend Nahrung produziert, um alle Menschen zu ernähren. Dennoch sind 815 Millionen Menschen unterernährt. Gibt es eine globale Vision für die Nahrungsmittel- und Ernährungspolitik? Welche Initiativen und Reformen werden aktuell umgesetzt? Welche Rolle kann die EU einnehmen?

sef: und CIDSE – International Alliance of Catholic Development Agencies diskutierten diese Fragen bei einem Policy Lunch in Brüssel. Lesen Sie jetzt den Bericht!

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Lokale Friedensarbeit stärken – Fundament für dauerhaften Frieden schaffen

BERICHT ERSCHIENEN

Am 30. Mai 2018 diskutierten internationale Expertinnen und Experten in Berlin welchen Beitrag lokale Friedensarbeit zur Prävention und nachhaltigen Friedensschaffung beitragen kann. Beispiele u.a. aus Burundi, Ghana, den Philippinen und Südafrika zeigten die Chancen und Herausforderungen lokaler Friedensarbeit. Lesen Sie in unserem Bericht eine Zusammenfassung der zentralen Diskussionen.

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