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Die sef: trauert um Jens Martens

Die Nachricht, dass Jens Martens im Mai 2026 nach kurzer, schwerer Krankheit zu früh verstorben ist, hat auch bei der Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:) große Betroffenheit und Trauer ausgelöst.

Über viele Jahre hinweg war Jens Martens, Jahrgang 1962, ein enger Begleiter und Unterstützer unserer Stiftung. Bereits in den 1990er Jahren brachte er seinen fachlichen Rat als freiberuflicher Berater in die Stiftungsarbeit ein, bevor er im Jahr 2005 Mitglied unseres Beirats wurde. Zwei Jahrzehnte lang engagierte er sich mit Leidenschaft in dieser Funktion und wirkte an zahlreichen Veranstaltungen sowie Publikationen der sef: mit. In all diesen wechselvollen Zeiten konnten wir uns stets auf seinen analytischen Scharfsinn, seine profunde Expertise und seine klare Haltung verlassen.

Als Geschäftsführer des Global Policy Forums Europe e. V. (GPF Europe), dessen Arbeit er von 2004 bis 2025 leitete, und als langjähriges Vorstandsmitglied des Global Policy Forums in New York setzte Jens Martens Maßstäbe im zivilgesellschaftlichen Engagement. Sein unermüdlicher Einsatz für multilaterale Zusammenarbeit, für Reformen internationaler Organisationen sowie für eine gerechte internationale Umwelt- und Entwicklungspolitik machte ihn zu einer prägenden Persönlichkeit der entwicklungspolitischen Community in Deutschland und darüber hinaus.

Jens Martens prägte frühzeitig den Diskurs um globale Zukunftsfragen: Bereits im Jahr 2013 verfasste er für die sef: einen Beitrag zur Post-2015-Agenda, in dem er die Konturen gemeinsamer Ziele für Entwicklung und Nachhaltigkeit skizzierte. Dabei ging es ihm nicht allein um eine Fortschreibung der Milleniumsentwicklungsziele (MDGs), sondern um eine universelle Agenda, die Armutsbekämpfung, Menschenrechte, ökologische Grenzen und Finanzierungsfragen zusammendenkt. Aus diesem Prozess gingen wenig später die „17 Ziele für nachhaltige Entwicklung“ (SDGs) der Vereinten Nationen hervor. Gerade heute, wenn die Zukunft der Agenda 2030 und der multilateralen Nachhaltigkeitspolitik neu verhandelt wird, werden seine klugen und vorausschauenden Einschätzungen besonders fehlen.

Oliver Krauß MdL, Vorstandsvorsitzender der sef:, würdigt Jens Martens im Namen des Vorstands und der Geschäftsstelle als klugen Vordenker, engagierten Streiter für globale Gerechtigkeit und langjährigen Wegbegleiter der Stiftung: „In besonderer Erinnerung bleiben seine fachlichen Verdienste ebenso wie seine gewinnende, menschenfreundliche und unprätentiöse Art. Sein Wirken bleibt sichtbar – in seinen wegweisenden Schriften, in den von ihm mitgeprägten zivilgesellschaftlichen Strukturen und in dem Auftrag, den er zeitlebens verfolgte: sich beharrlich für eine gerechtere Welt einzusetzen“, so Krauß.

Die Stiftung Entwicklung und Frieden ist Jens Martens zu großem Dank verpflichtet. Sein Tod hinterlässt eine große Lücke. Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie, die ihm alles bedeutete, sowie allen, die um Jens Martens trauern.

In einer Sonderausgabe ihres Newsletters versammelt das Team von Global Policy Forum Europe ihre Nachrufe, die letzte Veröffentlichung von Jens Martens und seine gesammelten Werke.

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