32. Forum Globale Fragen

© Auswärtiges Amt

Im Namen des Volkes?
Erfolgsfaktoren und Fallstricke externer Demokratieförderung

Dienstag, 7. Mai 2013
Auswärtiges Amt, Europasaal

Mitveranstalter:
Auswärtiges Amt
Institut für Entwicklung und Frieden

In den vergangenen zwanzig Jahren, so sagt es die viel zitierte Freedom House-Statistik, hat der Anteil demokratisch verfasster Staaten weltweit zugenommen. Diese Entwicklung verlief jedoch alles andere als gradlinig. Vielmehr kam der Trend nach den erfolgreichen Demokratisierungsprozessen der 1990er Jahre in Mittel- und Osteuropa zur Jahrtausendwende ins Stocken. Deutlich war schon damals: Externe Demokratieförderung ist selbst unter günstigen strukturellen Voraussetzungen nur dann wirksam, wenn in den relevanten gesellschaftlichen Gruppen der Wille zur Demokratisierung vorhanden ist und politische Eliten sich als fähig erweisen, den Übergang zu gestalten.

Der Ende 2010 in Nordafrika und im Nahen Osten einsetzende „Arabische Frühling“ war mit großen Erwartungen an eine neue „Welle der Demokratisierung“ verbunden. Von "Facebook"-Revolutionen war in diesem Zusammenhang die Rede - vorangetrieben vor allem von jungen Aktivisten und Bloggern. Mittlerweile überwiegt eine nüchterne Einschätzung der Umbrüche in der arabischen Welt, und es bewahrheitet sich, dass Demokratisierung ein schwieriger Weg ist, nicht selten auch von Gewalt und Rückschlägen begleitet. Blaupausen stehen nicht zur Verfügung. Vielmehr müssen externe Akteure bei der Unterstützung autochthoner Demokratisierungsprozesse in informierter Weise ihre Ziele, Strategien und Instrumente den wechselnden Konstellationen anpassen, zugleich aber normativ einer klar erkennbaren Linie folgen.

Mit dem Forum Globale Fragen wollen wir aktuelle Herausforderungen externer Demokratieförderung zur Diskussion stellen und dabei insbesondere die Rolle des Verfassungsgebungsprozesses in jungen Demokratien sowie Chancen und Risiken von Wahlen in Transitionsländern in den Blick nehmen und schließlich versuchen, die Besonderheiten der jüngsten Umbrüche im arabischen Raum herauszuarbeiten.

AKTUELLES

Die globale Flüchtlingskrise:
Wie eine gerechte Antwort aussehen könnte

NEUE AUSGABE ERSCHIENEN

Mit dem Bestreben, Flüchtlinge von ihren Territorien fern zu halten, entziehen sich die westlichen Nationen ihrer historischen und politischen Verantwortung, so die Analyse des renommierten indischen Migrationsforschers B.S. Chimni in den GLOBALE TRENDS. ANALYSEN 03|2018. Chimni fordert deshalb eine gerechte Antwort der internationalen Gemeinschaft auf die globale Flüchtlingskrise. Diese könne nur in einer mehrdimensionalen Strategie bestehen, die im Dialog aller relevanten Akteure erarbeitet werden müsse.

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Von der Agenda 2030 zum Politikwandel. Narrative, Anreize und Strukturen

ANKÜNDIGUNG

Wie können die Bundesländer ressortübergreifende Zielvorstellungen für die SDGs entwickeln? Braucht ein Politikwechsel neue Strukturen? Wie kann ein positives Narrativ den Politikwechsel begleiten? Expertinnen aus den Administrationen und Parlamenten der Bundesländer werden diese Fragen am 18./19. September im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung erörtern. Eine Teilnahme ist nur auf persönliche Einladung möglich.

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sef: JAHRESBERICHT 2017 erschienen

Auch im Jahr 2017 hat die sef: Menschen und Initiativen rund um den Globus aufgespürt und miteinander in Dialog für Frieden, nachhaltige Entwicklung, soziale Gerechtigkeit und den Respekt der Menschenwürde gebracht. Der Jahresbericht fasst die zentralen Ergebnisse unserer Veranstaltungen noch einmal zusammen und gibt einen Überblick über unsere Publikationen und Finanzausgaben.

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sef: STELLENAUSSCHREIBUNG

Die Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine wissenschaftliche Referentin/einen wissenschaftlichen Referenten (Vollzeit). Hauptaufgabengebiete sind die Konzeption sowie die inhaltliche Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen (Projektleitung), die inhaltliche Betreuung von sef: Publikationen und die Mitwirkung an der Öffentlichkeitsarbeit. Die Bewerbungsfrist endet am 1. August 2018.

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How to defend digital rights?

BERICHT ERSCHIENEN

Die Freiheit des Internets ist in vielen Staaten durch Einschränkungen der Netzneutralität oder das Abschalten einzelner Anwendungen eingeschränkt. Aber es gibt Hoffnung. In verschiedenen Weltregionen mobilisiert sich die Zivilgesellschaft um Netzneutralität zu schützen. Über die Erfahrungen von Netzaktivisten in verschiedenen Weltregionen diskutierte die sef: mit ´Gbenga Sesan aus Nigeria und Thomas Lohninger aus Österreich beim Deutsche Welle Global Media Forum 2018.

Lesen Sie die wichtigsten Diskussionsergebnisse in unserem Bericht nach!

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