Global Governance Spotlight 5|2013

Transparenz im Rohstoffbereich. Grundlage für nachhaltige Entwicklung

Raimund Bleischwitz

Juni 2013; 4 Seiten

Global Governance Spotlight 5|2013 als pdf-Datei.

Wenn ein Land seine Steuereinnahmen im Jahresverlauf vervierfachen kann, sollte man aufhorchen. Das afrikanische Bergbauland Ghana hat seine Einnahmen aus der einheimischen Rohstoffförderung von 2010 auf 2011 in dieser Größenordnung erhöht. Ursache dafür sind internationale Regelungen zur verbesserten Transparenz über finanzielle Transaktionen in der Energie- und Rohstoffindustrie, die die Möglichkeiten zur Steuerflucht erschweren. Diese Regelungen, bekannt als Dodd-Frank Act und die Standards der Extractive Industries Transparency Initiative (EITI), stehen auch auf der Agenda des kommenden G8-Gipfels, der unter britischer Gastgeberschaft vom 17.-18. Juni 2013 in Lough Erne in Nordirland stattfinden wird. Das vorliegende Spotlight skizziert die neuen Regelungen und den Stand ihrer Umsetzung, die Herausforderungen für rohstoffreiche Entwicklungsländer und die Industrie sowie die Rolle der USA, Deutschlands und der EU. Die abschließenden Handlungsempfehlungen betreffen internationale Maßnahmen gegen den Missbrauch von Gewinnen aus der Rohstoff-Förderung, aber auch eine bessere institutionelle Einbettung der Maßnahmen. Zudem wird diskutiert, wie das globale Wirkungsgeflecht um Land, Energie, Nahrungsmittel, Wasser und mineralische Rohstoffe (Ressourcen-Nexus) in eine verbesserte Wissensbasis für Entscheidungsträger einbezogen werden kann.

AKTUELLES

sef: Bonn Symposium 2018

Lokale nachhaltige Entwicklung neu denken

ANKÜNDIGUNG

Die „Transformation unserer Welt“ hin zu einer nachhaltigen Entwicklung, zu der sich die UN-Mitgliedstaaten mit der Agenda 2030 verpflichtet haben, erfordert mehr als Einzelprojekte. Wie kann ein grundlegender gesellschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Wandel angestoßen werden? Welchen Beitrag können Städte und Kommunen dazu leisten und wie können sie Einfluss auch auf die nationale und internationale Ebene nehmen? Zu diesen Fragen liefert das Bonn Symposium 2018 Impulse und Ideen.

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Der sef: Beirat im Gespräch

Berlin: „Nachhaltige Bundeshauptstadt“ mit globaler Verantwortung?

KURZBERICHT ERSCHIENEN

Berlin hat in den vergangenen Jahren bereits wesentliche Weichenstellungen in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung gesetzt. Wo steht Berlin auf dem Weg zur „Nachhaltigen Bundeshauptstadt“? Welche Ziele soll sich die Stadt setzen? Und wie steht es um Berlins Beitrag zu globaler nachhaltiger Entwicklung? Lesen Sie dazu den Kurzbericht zu unserem Parlamentarischen Abend im Berliner Abgeordnetenhaus am 11. September 2018.

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Global Governance in den Gesellschaften verankern

ANKÜNDIGUNG

Die Kritiker globaler Zusammenarbeit treffen einen wunden Punkt, wenn sie globales Regieren als ein elitäres Projekt kritisieren. Die Rückbindung von Global Governance an die Gesellschaften verbleibt relativ schwach. In unserem Internationalen sef: Expertenworkshop 2018 zielen wir deshalb darauf ab, neue Strategien zu identifizieren, die zu einer fortschreitenden Verankerung globaler Politikgestaltung in der Gesellschaft beitragen könnten.

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Die globale Flüchtlingskrise:
Wie eine gerechte Antwort aussehen könnte

NEUE AUSGABE ERSCHIENEN

Mit dem Bestreben, Flüchtlinge von ihren Territorien fern zu halten, entziehen sich die westlichen Nationen ihrer historischen und politischen Verantwortung, so die Analyse des renommierten indischen Migrationsforschers B.S. Chimni in den GLOBALE TRENDS. ANALYSEN 03|2018. Chimni fordert deshalb eine gerechte Antwort der internationalen Gemeinschaft auf die globale Flüchtlingskrise. Diese könne nur in einer mehrdimensionalen Strategie bestehen, die im Dialog aller relevanten Akteure erarbeitet werden müsse.

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sef: Policy Lunch 2018

The EU in Global Food Governance

BERICHT ERSCHIENEN

Weltweit wird ausreichend Nahrung produziert, um alle Menschen zu ernähren. Dennoch sind 815 Millionen Menschen unterernährt. Gibt es eine globale Vision für die Nahrungsmittel- und Ernährungspolitik? Welche Initiativen und Reformen werden aktuell umgesetzt? Welche Rolle kann die EU einnehmen?

sef: und CIDSE – International Alliance of Catholic Development Agencies diskutierten diese Fragen bei einem Policy Lunch in Brüssel. Lesen Sie jetzt den Bericht!

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