März 2026
 
 
 
 

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

 
 
 
   

während Staaten immer häufiger ihrem Eigeninteresse als internationalen Regeln folgen und neue Technologien die Spielregeln öffentlicher Debatten verändern, bleibt eines klar: Gesprächsbedarf gibt es genug. Deshalb laden wir Sie in den kommenden Monaten zu mehreren Veranstaltungen ein, die aktuelle Fragen der internationalen Politik aus unterschiedlichen Perspektiven aufgreifen.

Das Dresdner Forum für Internationale Politik bietet mit der Teilnahme des ehemaligen Bundeskanzlers Olaf Scholz und des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer eine hochkarätige Diskussion im besonderen Rahmen der Dresdner Frauenkirche.

Beim Berliner Sommerdialog richten wir den Blick auf die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans „Frauen, Frieden und Sicherheit“ und beleuchten, wie aus politischen Zusagen konkrete Praxis werden kann. Im Rahmen des Deutsche Welle Global Media Forums diskutieren wir schließlich, wie sich Pressefreiheit im Zeitalter von KI und zunehmendem Autoritarismus verteidigen lässt.

Wir freuen uns, wenn Sie bei der einen oder anderen Gelegenheit dabei sind – zum Zuhören, Mitdenken und vielleicht auch einmal zum Widersprechen. Denn gute Debatten mit unterschiedlichen Standpunkten bleiben eine zentrale Ressource der Demokratie.

Herzliche Grüße

Ingo Nordmann-Mohn,
Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:)


    

Carolin Rosenberg,
Institut für Entwicklung und Frieden (INEF)

     

 

   
 
VERANSTALTUNGEN
© iStock/aletheia97

Kooperation oder Konfrontation? Internationale Zusammenarbeit vs. my country first

Dresdner Forum für Internationale Politik 2026
5. Mai 2026, 19:15 Uhr, Frauenkirche Dresden

Das Dresdner Forum findet nun am 5.5.2026 (vormals 29.4.) statt. Der ehemalige Bundeskanzler Olaf Scholz hat seine Teilnahme zugesagt und wird im Gespräch mit Ministerpräsident Michael Kretschmer diskutieren, wie internationale Zusammenarbeit in Zeiten zunehmender Konflikte aussehen kann.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, es ist keine Anmeldung erforderlich.

© iStock/melitas

From Paper to Practice: Implementing Germany’s New WPS National Action Plan

Berliner Sommerdialog 2026
27. Mai 2026, 17:00 Uhr, Berlin Global Village, in englischer Sprache

Dieser Sommerdialog ist eine direkte Fortsetzung des Berliner Sommerdialogs 2025. Nachdem in Teil I die Fortschritte und aktuellen Herausforderungen der Agenda „Frauen, Frieden und Sicherheit“ (WPS) reflektiert wurden, wird Teil II etwa ein Jahr nach Ablauf des aktuellen Nationalen Aktionsplans überprüfen, wie weit Deutschland bei der Umsetzung seiner WPS-Verpflichtungen – einschließlich des sich abzeichnenden nächsten Aktionsplans – gekommen ist.

Jetzt hier anmelden!

© iStock/charles taylor

Save-the-date: Autocrats and Algorithms: Tools to Defend Press Freedom in the Age of AI

Session beim Deutsche Welle Global Media Forum 2026
23. oder 24. Juni 2026, World Conference Center Bonn (WCCB), in englischer Sprache

KI-gestützte Tools verändern rasant die Produktion, die Verbreitung und den Konsum von Nachrichten – und schaffen zugleich neue Risiken für die Pressefreiheit. Besonders Medienschaffende in autoritären Kontexten stehen diesen Herausforderungen oft ohne ausreichende Ressourcen gegenüber. Die Session stellt Strategien und Instrumente vor, um Pressefreiheit zu schützen und journalistische Integrität im Zeitalter der KI zu stärken.


Eine Anmeldung wird in Kürze via Deutsche Welle möglich sein.

PUBLIKATIONEN
© Verlag Barbara Budrich

Multilaterale Kooperation für Mensch und Planet

Erste Ausgabe der neuen Booklet-Reihe „Globale Trends“

Wie kann internationale Zusammenarbeit unter sich wandelnden globalen Machtstrukturen gelingen? Die neue Booklet-Reihe „Globale Trends: Perspektiven für Entwicklung und Frieden“, herausgegeben vom Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) und der Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:), zeigt: Regelbasierte multilaterale Kooperation ist weiterhin notwendig – und möglich.

Die erste Ausgabe unter dem Titel „Multilaterale Kooperation für Mensch und Planet“ ist nun auch in gedruckter Fassung erhältlich.

Daneben steht die Ausgabe weiterhin als E-Book in deutscher und englischer Sprache kostenlos zum Download zur Verfügung.

© Government and Opposition

Identity Politics and Left-wing Populism

Neuer Artikel in „Government and Opposition“

Welche Rolle spielt die Politisierung von Religion, Ethnizität oder sexueller Orientierung in linkspopulistischen Narrativen? Der Beitrag zeigt, dass Linkspopulisten und -populistinnen, die Identitätspolitik betreiben, auf zwei gegensätzliche Formen von Aktivismus zurückgreifen: identitätsbasierte Advocacy und identitätsbasierte Bedrohungskonstruktion. INEF-Mitarbeiter Jannis Saalfeld untersucht, wie sich vier ausgewählte linkspopulistische Führungsfiguren in Europa und Afrika dieser Aktivismen bedient haben.

BERICHTE UND ERGEBNISSE
© VeSPoTec

Nukleare Verifikation in unsicheren und krisenhaften Zeiten

VeSPoTeC Workshop

Angesichts zunehmender geo­politischer Spannungen und der Krise inter­nationaler Verträge ist die Zukunft der nu­klearen Verifi­kation ungewiss. Vor diesem Hinter­grund ver­anstalteten das Vienna Center for Disarmament and Non-Proliferation (VCDNP) und das Forschungs­konsortium „VeSPoTec – Verification in a complex and unpredictable world: social, political and technical processes“, unter Beteiligung der INEF Mitarbeitenden Carmen Wunderlich und Leonardo Bandarra, am 4. Februar 2026 einen Experten­workshop in Wien mit dem Titel „Prospects for Nuclear Verification in Times of Uncertainty and Crisis“.

Einen Bericht zum Workshop mit Ausblick auf die kommende, zweite Forschungsphase, finden Sie hier.

IN EIGENER SACHE
© privat

Prof. Dr. habil. Michael Bohnet

Nachruf

Prof. Dr. habil. Michael Bohnet, der viele Jahre dem INEF-Vorstand angehörte, ist am 1. März 2026 verstorben. Er war nicht nur langjähriger Mitarbeiter im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), sondern hat sich als intimer Kenner deutscher und multilateraler Entwicklungspolitik immer mit einem kritisch-konstruktiven Blick zu Wort gemeldet – in Vorträgen und auch in seinen Büchern, etwa dem Standardwerk zur „Geschichte der deutschen Entwicklungspolitik“ oder zuletzt in seiner persönlichen Bilanz „40 Jahre im Dienste der Entwicklungspolitik“.

An den Lehren, die er daraus zog, ließ er uns noch im Dezember letzten Jahres im Rahmen einer INEF Lecture in Duisburg teilhaben. Sein Engagement in der Hochschullehre bleibt unvergessen. Seinen wachen Geist, sein schier unerschöpfliches Wissen und seinen enormen Erfahrungsschatz werden wir sehr vermissen. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahestanden.

© sef:

Wechsel in der Geschäftsführung

Zum 28. Februar 2026 hat Dr. Marcus Kaplan die sef: verlassen. Vorstand und Geschäftsstelle danken ihm herzlich für die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie für sein großes Engagement für die Stiftung.
Mit Nora Witt übernimmt eine erfahrene Kollegin aus dem Team der sef: die Geschäftsführung, worüber wir uns sehr freuen.

© INEF

Politische Möglichkeitsräume in einer multiplexen Welt

Neues INEF-Forschungsprogramm

Angesichts der Erosion der internationalen liberalen Ordnung, will das INEF mit dem neuen Forschungsprogramm unter dem Titel „Politische Möglichkeitsräume in einer multiplexen Welt“ deutlich machen, dass es für Friedensschaffung und globale Entwicklung weder analytisch noch politisch ausreichend ist, sich auf die Stabilisierung eines multipolaren Machtgleichgewichts zu fokussieren. Denn globale Dynamiken werden auch weiterhin durch eine Vielzahl von politisch, ideologisch und kulturell vielfältigen Akteuren, Institutionen und Praktiken abgebildet und sollten auch in dieser Vielfalt empirisch untersucht werden.

Einzelheiten hierzu können Sie hier nachlesen.

© Tom Wißel

Neuer Praktikant bei der sef:

Seit dem 1. März verstärkt Tom Wißel das Team der sef: als Praktikant. Er studiert Politik und Wirtschaft mit dem Nebenfach Geschichte mit Lehramtsbezug im Bachelor an der Universität Duisburg-Essen, den er bald abschließen wird. Sein Fokus liegt auf politischen und wirtschaftlichen Zusammenhängen sowie historischen Kontexten. Zuvor war er im Gasometer Oberhausen sowie als Werkstudent im Energiewirtschaftsbereich tätig und freut sich nun darauf, diese praktischen Erfahrungen mit seinen thematischen Schwerpunkten aus dem Studium bei der sef: zu verbinden.

Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:)
Dechenstraße 2 | 53115 Bonn
sef@sef-bonn.org
www.sef-bonn.org

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Institut für Entwicklung und Frieden (INEF)
Lotharstraße 53 | 47057 Duisburg
inef-sek@inef.uni-due.de
http://inef.uni.due.de

© sef: 2026

Die Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:) wurde 1986 auf Initiative von Willy Brandt gegründet. Sie ist eine überparteiliche und gemeinnützige Einrichtung. Die sef: bietet ein hochrangiges internationales Forum für das gemeinsame Nachdenken über die komplexen Herausforderungen der Globalisierung. Die sef: ist durch einen Kooperationsvertrag mit dem Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) der Universität Duisburg- Essen verbunden. Das INEF schlägt mit seiner anwendungsorientierten Forschung eine Brücke zwischen Theorie und Politik.