|
|
|
Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser, |
|
|
| |
|
ob EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen oder der deutsche Bundeskanzler Merz, immer mehr Politikerinnen und Politiker sprechen davon, dass wir nun in ein Zeitalter von Großmachtpolitik eingetreten seien. Gleichzeitig wird betont, dass wir dies nicht als Schicksal hinnehmen müssten, sondern unsere Zukunft aktiv selbst gestalten könnten. In welche Richtung dies gehen kann, hat der kanadische Premierminister Mark Carney in seiner Rede beim diesjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos skizziert, als er sagte, wir könnten eine neue Ordnung bauen, die besser, stärker und gerechter sein könnte.
In dieser alternativen Vorstellung globaler Ordnung spielt multilaterale Kooperation weiterhin eine entscheidende Rolle. Dass und wie diese Zusammenarbeit auch unter sich wandelnden Machtstrukturen gelingen kann, zeigt der erste Band der neuen Publikationsreihe „Globale Trends: Perspektiven für Entwicklung und Frieden“ auf, die sef: und INEF gemeinsam herausgeben. Sie steht jetzt zum Download bereit!
Wie immer finden Sie in diesem Newsletter außerdem weitere Ankündigungen und Publikationen von sef: und INEF.
Herzliche Grüße Nora Witt, Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:) | | Carolin Rosenberg, Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) | | | | |
|
|
|
| |
|
VERANSTALTUNGEN
|
 |
Dresdner Forum für Internationale Politik 2026 29. April 2026, 19:15 Uhr, Frauenkirche Dresden
Das Völkerrecht und die internationale Kooperation stehen zunehmend unter Beschuss. Immer mehr Staaten verfolgen nationale Interessen, frei nach dem Motto „my country first“. Die gemeinsame Bearbeitung globaler Herausforderungen gerät ins Stocken, internationale Konflikte nehmen zu. Wie können sich Deutschland und Sachsen dazu positionieren? Diskutieren Sie mit Prof. Sigmar Gabriel, Michael Kretschmer und Prof. Dr. Anne Peters!
Kostenlose Teilnahme, keine Anmeldung erforderlich. |
|
PUBLIKATIONEN
|
 © Verlag Barbara Budrich |
Erste Ausgabe der neuen Booklet-Reihe „Globale Trends“
Wie kann internationale Zusammenarbeit unter sich wandelnden globalen Machtstrukturen gelingen? Dieser Frage widmet sich die neue Booklet-Reihe „Globale Trends: Perspektiven für Entwicklung und Frieden“, herausgegeben vom Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) und der Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:).
Die erste Ausgabe steht unter dem Titel „Multilaterale Kooperation für Mensch und Planet“ und beleuchtet zentrale Herausforderungen globaler Zusammenarbeit – darunter eine auf Menschen ausgerichtete digitale Transformation, die Zukunft multilateraler Friedensoperationen, Sorgfaltspflichten in globalen Wertschöpfungsketten sowie Wasserdiplomatie als Instrument der Konflikttransformation. Die Beiträge bieten fundiertes Orientierungswissen – kompakt, klar und zukunftsgerichtet.
Das E-Book steht in deutscher und englischer Sprache kostenlos zum Download zur Verfügung. |
 |
 © ICAN |
INEF/sef: Development and Peace Blog
Am 22. Januar 2026 jährte sich das Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrags zum fünften Mal. Obwohl inzwischen mehr als die Hälfte aller Staaten weltweit das Abkommen unterstützen, wird seine Wirksamkeit von Kritikern und Kritikerinnen weiterhin infrage gestellt. In einem neuen Beitrag im „INEF/sef: Development and Peace Blog“ argumentiert Carmen Wunderlich, dass die Bedeutung des Atomwaffenverbotsvertrags weit über seine formale Rechtswirkung hinausgeht. Sein transformatives Potenzial liegt in dem Versuch, die globale nukleare Ordnung grundlegend neu auszurichten. Im Fokus stehen die gesundheitlichen und humanitären Folgen von Atomwaffen. Gleichzeitig werden drei sich überschneidende Dimensionen der Ausgrenzung in den Blick genommen: Geschlecht, Generation und Geografie. |
 |
 © The Nonproliferation Review |
Neuer Artikel in „The Nonproliferation Review“
Warum und wie etablieren Staaten nuklearwaffenfreie oder auf nuklearer Abschreckung beruhende Sicherheitsordnungen? Der Beitrag untersucht die Dynamiken, die staatliche Entscheidungen für oder gegen nukleare Abschreckung prägen, mit besonderem Fokus auf regionale Kontexte im Globalen Süden. Die INEF-Mitarbeitenden Leonardo Bandarra und Carmen Wunderlich analysieren, wie eine von gegenseitigem Vertrauen geprägte Denkweise unter politischen Eliten stabile nuklearwaffenfreie Sicherheitsordnungen ermöglichen kann – im Gegensatz zu einer von dominierendem Misstrauen geprägten Mentalität, die sicherheitspolitische Ordnungen der nuklearen Abschreckung kennzeichnet. |
 |
 © AVE-Projekt |
AVE Studie 45
Eine neue AVE Studie zeigt, dass landwirtschaftliche Genossenschaften zentrale Plattformen zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und der Stärkung von Frauen sein können – jedoch nur, wenn geschlechtsspezifische Barrieren gezielt abgebaut werden. Entscheidend sind Maßnahmen wie Kapazitätsaufbau, Leadership-Förderung und die Transformation diskriminierender Geschlechternormen, um Frauen gleichberechtigte Teilhabe an Führungs- und Entscheidungsprozessen zu ermöglichen.
Die Studie ist im Rahmen des INEF-Projekts „Wege aus Armut, Vulnerabilität und Ernährungsunsicherheit“ (AVE) entstanden, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert wurde. |
 |
 © AVE-Projekt |
AVE Studie 46
Wie lassen sich gendertransformative Wirkungen in Vorhaben der Entwicklungszusammenarbeit erzielen? In der Abschlusspublikation des Forschungsprojekts „Wege aus Armut, Vulnerabilität und Ernährungsunsicherheit“ formulieren Karin Gaesing, Carolin Rosenberg und Frank Bliss hierzu Schlussfolgerungen und Empfehlungen. Themenschwerpunkte sind dabei Landzugang und -nutzung, die Förderung von Wertschöpfungsketten, der Kapazitätsaufbau von Geberorganisationen und lokalen Projektpartnern sowie die Veränderung diskriminierender Geschlechternormen durch innovative Ansätze.
Das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Zeitraum 2015–2025 geförderte Forschungsprojekt untersuchte, mit welchen Maßnahmen arme, vulnerable und ernährungsunsichere Bevölkerungsgruppen gezielt erreicht und ihre Lebensbedingungen nachhaltig verbessert werden können. |
 |
 © ANCIP |
ANCIP Policy Brief Nr.5
Im neuen ANCIP Policy Brief untersucht INEF-Mitarbeiterin Jasmin Schmitz, wie vernetzte Friedensbildung in Westafrika durch das Konzept der „Infrastructures for Peace“ (I4P) gestärkt werden kann. Dieses Konzept beschreibt Mechanismen, die regionale, nationale und lokale Akteure miteinander verbinden, um Konflikte frühzeitig zu erkennen und friedlich zu transformieren. Zwar hat die ECOWAS wichtige Grundlagen für ein regionales Netzwerk geschaffen, doch schwache Verbindungen zu nationalen und lokalen Ebenen erschweren die Umsetzung. Der Policy Brief zeigt, wie diese Netzwerkstrukturen angesichts sich wandelnder Konfliktdynamiken weiter verstetigt werden können. |
 |
 © Economy and Society |
Sonderheft der Zeitschrift „Economy and Society“
Ein neues, von Malcolm Campbell-Verduyn (Universität Groningen) und INEF-Mitglied Matthias Kranke herausgegebenes Sonderheft der Zeitschrift „Economy and Society“ befasst sich mit dem Konzept der „(post-)growth infrastructures“. Der (Aus-)Bau von Infrastrukturen ist oft mit dem Versprechen wirtschaftlichen Wachstums verbunden. Daher, so argumentieren die beiden Herausgeber in der Einleitung zum Sonderheft, erfordert die sozial-ökologisch gebotene kritische Beschäftigung mit vorherrschenden Wachstumslogiken ein Verständnis ihrer infrastrukturellen Verankerung. Demnach sind Postwachstumsideen kaum allein durch alternative Politiken und Institutionen umsetzbar; ihr Erfolg hängt auch maßgeblich von tiefergehendem infrastrukturellem Wandel ab. |
|
|
|
|
|
Die Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:) wurde 1986 auf Initiative von Willy Brandt gegründet. Sie ist eine überparteiliche und gemeinnützige
Einrichtung. Die sef: bietet ein hochrangiges internationales Forum für das gemeinsame Nachdenken über die komplexen Herausforderungen
der Globalisierung. Die sef: ist durch einen Kooperationsvertrag mit dem Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) der Universität Duisburg-
Essen verbunden. Das INEF schlägt mit seiner anwendungsorientierten Forschung eine Brücke zwischen Theorie und Politik.
|
|
|
|