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September 2021
 
 
 
 

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die dramatische Situation in Afghanistan zeigt exemplarisch, wie unterschiedlich die Interessen von Staaten sein können: Während sich die chinesische Regierung diplomatische Beziehungen zu den Taliban nach deren Machtübernahme vorstellen kann (und gleichzeitig ein Auge auf die vorhandenen Rohstoffe geworfen hat), will die Europäische Union zwar mit den Taliban sprechen, sie aber angesichts der Menschenrechtsverletzungen im Land nicht politisch anerkennen.

Auch in anderen Politikfeldern stechen die Differenzen zwischen China und Europa stärker ins Auge als gemeinsame Lösungen. Bei der dritten und abschließenden Veranstaltung des Forum Frauenkirche Online blicken wir deshalb besonders auf die Themen, bei denen ein Zusammenwirken zwischen China und Europa möglich und auch notwendig sein wird. Wie muss sich Europa dafür aufstellen? Dies diskutieren wir mit chinesischen und europäischen Expert*innen beim Forum Frauenkirche Online am 9. September 2021.

Außerdem finden Sie in diesem Newsletter weitere spannende Veranstaltungsankündigungen, Ergebnisse aktueller Konferenzen und neue Publikationen.

Wir wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Lesen und einen angenehmen Spätsommer!

Beste Grüße

Ingo Nordmann,
Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:)


    

Elena Sondermann,
Institut für Entwicklung und Frieden (INEF)

 

   
 
ANKÜNDIGUNGEN
© Bill Oxford/Unsplash

Welche Rolle soll der Staat bei der Steuerung des Internets übernehmen?

20. Käte Hamburger Dialog

8. September 2021, 17:30 Uhr (MESZ), online

Weltweite Vorstöße für eine stärkere Beteiligung des Staates an der Regulierung des Internets werfen Fragen im Hinblick auf die Erhaltung demokratischer Werte auf. Autor*innen des kürzlich erschienenen Bandes „Power and Authority in Internet Governance: Return of the State“ erörtern beim 20. Käte Hamburger Dialog den vielschichtigen Charakter von Internet-Governance mit Blick auf autoritäre und demokratische Staaten. Weitere Informationen und Registrierung hier.

© Pixabay/Stiftung Frauenkirche Dresden

China und die Europäische Union

Forum Frauenkirche Online

9. September 2021, 19:00 – 20:15 Uhr (MESZ)

Nach den ersten beiden Ausgaben des Forum Frauenkirche, die sich mit den Beziehungen Europas zu den USA bzw. zu Russland beschäftigten, steht in der kommenden Veranstaltung die Beziehung zu China im Mittelpunkt. Dabei sollen nicht nur aktuelle Differenzen, sondern auch die Möglichkeiten der Kooperation betrachtet werden. Als Referent*innen konnten wir u.a. Reinhard Bütikofer, Mitglied des Europäischen Parlaments, Professorin Nele Noesselt und Professor Jinghan Zeng gewinnen. Moderiert wird die Veranstaltung von Ariane Reimers. Eine Anmeldung bis zum 8. September ist für die Teilnahme über Zoom erforderlich.

© istock.com/Blue Planet Studio

Globale Schocks: Langfristige Prävention bei kurzfristigen Reaktionen

Internationale Experten-Workshop-Reihe

21. September – 7. Oktober 2021, online

Die Corona-Pandemie war der jüngste in einer Reihe globaler Schocks. Der Umgang mit solchen Ereignissen stellt für politische Entscheidungsträger*innen auf lokaler und internationaler Ebene eine besondere Herausforderung dar. Der dringende Handlungsbedarf führt dazu, dass die oft ad hoc ergriffenen Maßnahmen nur nach innen fokussiert sind oder negative Nebeneffekte haben, die die Bewältigung langfristiger Herausforderungen erschweren. In unserer Experten-Workshop-Reihe 2021 diskutieren wir deshalb darüber, was nötig ist, um mit der akuten Krisenreaktion gleichzeitig langfristige Transformationsprozesse zu fördern.

Eine Teilnahme ist nur auf persönliche Einladung möglich. Bitte melden Sie sich bei Interesse unter Angabe Ihres fachlichen Hintergrundes per E-Mail an roth@sef-bonn.org.

© danist07/Unsplash

Save-the-date!
Das Weltnaturschutzabkommen – Ein wichtiger Baustein für die lokale Umsetzung der Agenda 2030

Bonn Symposium 2021

10./11. November 2021, online und auf dem UN-Campus, Bonn

Das diesjährige Bonn Symposium widmet sich dem neuen Weltnaturschutzabkommen, das derzeit von der UN-Biodiversitätskonvention (CBD) verhandelt wird. Ziel ist der Schutz der biologischen Vielfalt, der ein zentraler Baustein für die Erreichung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) ist. Für Städte und Kommunen gibt es zahlreiche Anknüpfungspunkte, um auf lokaler Ebene zum Erhalt von Biosphäre und Ökosystemen beizutragen. Über diese Chancen wollen wir mit Vertreter*innen aus Wissenschaft, Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft diskutieren. Merken Sie sich diesen Termin jetzt schon in Ihrem Kalender vor! Mehr Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung folgen bald.

BERICHTE UND ERGEBNISSE
© istock.com/Anna Om

Proteste für politische Reformen

Dokumentation des Berliner Sommerdialogs

Beim Berliner Sommerdialog konnten die internationalen Teilnehmer*innen vielfältige Einblicke in aktuelle politische Protestbewegungen gewinnen. Aktivist*innen aus Belarus, Myanmar, Ägypten und anderen Ländern berichteten von ihrem Kampf um Mitbestimmung und Grundrechte. Sie erläuterten auch, wie stark der politische Gegenwind ist – manchmal bis zur Gefährdung der eigenen Sicherheit. Video-Ausschnitte aus den Diskussionen sowie ein zusammenfassender Bericht sind nun auf unserer Webseite abrufbar.

© istock.com/pickup

Making Digitalisation Work for Peaceful Development

Potsdamer Frühjahrsgespräche 2021 – Kurzbericht auf Deutsch

Bei den diesjährigen Potsdamer Frühjahrsgesprächen diskutierten Expert*innen aus Afrika und Europa über die Auswirkungen der Digitalisierung auf friedliche Entwicklung in Afrika. Nun ist neben dem englischsprachigen Konferenz-Report ein Kurzbericht in deutscher Sprache auf unserer Webseite verfügbar. Er ist auch in der Zeitschrift „Wissenschaft und Frieden (W+F)“ erschienen.

PUBLIKATIONEN

Soziale Proteste in Post-Konflikt-Kontexten

INEF-Report 115

Unmittelbar nach dem Ende von Kampfhandlungen beginnt für Post-Bürgerkriegsgesellschaften eine Phase, die weiterhin anfällig für Auseinandersetzungen ist: Politische Entscheidungen über die Machtaufteilung können soziale Gräben vertiefen und sogar in gewalttätige Unruhen münden. Roman Krtsch, Wissenschaftler an der Universität Osnabrück, widmet sich im neuen INEF-Report der Frage, was die individuelle Beteiligung an Protesten in Nachkriegsgesellschaften bestimmt. Er erörtert dies im Rahmen einer quantitativen Analyse von Protestentwicklungen in Uganda.

© Zanzibar Daima

Parteienwettbewerb und jihadistische Milieus

Neuer Zeitschriftenbeitrag in Studies in Conflict & Terrorism

Wahlen und politischer Wettbewerb können der Entstehung jihadistischer Milieus entgegenwirken, argumentiert INEF-Mitarbeiter Jannis Saalfeld in seinem neuen Artikel. Mit Blick auf Kenia und Tansania analysiert er historische Bedingungen und das Verhältnis von Parteipolitik zu salafistischer (Nicht-)Radikalisierung.

Politische Räume und Grenzen neu denken

Neue Ausgabe „Global Cooperation Research - A Quarterly Magazine“

Die Beiträge des neuen Themenhefts des Käte Hamburger Kollegs (KHK)/Center for Global Cooperation Research stellen das traditionelle Verständnis von politischen Räumen in Frage, die meist geographisch und geopolitisch definiert sind. Inwiefern werden Hierarchien durch soziale Interaktionen etabliert? Wie ermöglichen sie Kooperation und verschieben Grenzen, auch von Forschung? Fellows des KHK diskutieren diese Fragen anhand verschiedener empirischer Schwerpunkte, die von Digital Governance über Entwicklungszusammenarbeit in Zentralasien bis hin zu universitärer Bildung und öffentlicher Diplomatie reichen.

Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:)
Dechenstraße 2 | 53115 Bonn
sef@sef-bonn.org
www.sef-bonn.org

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Institut für Entwicklung und Frieden (INEF)
Lotharstraße 53 | 47057 Duisburg
inef-sek@uni-due.de
https://www.uni-due.de/inef/

© sef: 2021

Die Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:) wurde 1986 auf Initiative von Willy Brandt gegründet. Sie ist eine überparteiliche und gemeinnützige Einrichtung. Die sef: bietet ein hochrangiges internationales Forum für das gemeinsame Nachdenken über die komplexen Herausforderungen der Globalisierung. Die sef: ist durch einen Kooperationsvertrag mit dem Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) der Universität Duisburg- Essen verbunden. Das INEF schlägt mit seiner anwendungsorientierten Forschung eine Brücke zwischen Theorie und Politik. Es ist eines von drei Trägerinstituten des Käte Hamburger Kollegs / Centre for Global Cooperation Research.