August 2020
 
 
 
 

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

 
 
 
   

mit dem Rückzug der USA eskalierte der Streit über die Weltgesundheitsorganisation und den Umgang mit COVID-19.  Dabei zeigt eine nüchterne Bilanz, dass die internationale Gemeinschaft im Vergleich zu früheren Pandemien schneller und besser reagiert hat. So argumentiert Sara E. Davies (Griffith Universität) im neuen Global Governance Spotlight, in dem sie auch auf die verbleibenden Herausforderungen der Globalen Gesundheitspolitik eingeht.

Mehr dazu finden Sie in diesem Newsletter, der wie gewohnt noch viele weitere Hinweise und Hintergründe zu unseren Arbeitsschwerpunkten und Aktivitäten enthält.

Viel Freude bei der Lektüre und bleiben Sie gesund!

Dr. Mischa Hansel,
Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:)


    

Elena Sondermann,
Institut für Entwicklung und Frieden (INEF)

 

   
 
ANKÜNDIGUNGEN
CC BY 2.0 Jean-Pierre Dalbéra/flickr.com

Das Welthandelssystem nach COVID-19: Wege zu einer wohlfahrtsorientierten Handelspolitik

Internationaler sef: Experten-Workshop

24.-25. September 2020 in Duisburg und Online

Schon vor der Corona-Pandemie befand sich das Welthandelssystem in einer tiefen Krise. COVID-19 hat die geopolitischen Spannungen und protektionistischen Handelspolitiken verschärft. Zudem zeigt sich eine weitere Schwäche der globalen Handelsliberalisierung: die Krisenanfälligkeit einer internationalen Arbeitsteilung und globaler Lieferketten. Beim Internationalen Expertenworkshop 2020 möchten sef: und INEF Lehren aus der Krise ziehen: Wie kann das Welthandelssystem resilienter und nachhaltiger werden? Und welche Akteure und Allianzen werden das künftige Welthandelssystem gestalten?

Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben, bitten wir Sie um eine kurze E-Mail (mit Angabe des beruflichen Kontextes) an: roth@sef-bonn.org.

© tttuna/iStockphoto.com

SAVE THE DATE: Soziale Ungleichheit reduzieren – Ansätze auf lokaler Ebene

Bonn Symposium

5.-6. November 2020 in Bonn und Online

Die Corona-Pandemie hat das Ausmaß sozialer Ungleichheit weltweit vor Augen geführt und verschärft. Zugleich haben Kommunen und zivilgesellschaftliche Akteure neue Wege beschritten, um den sozialen Zusammenhalt zu stärken, etwa durch die Koordination von Nachbarschaftshilfen oder improvisierte öffentliche Plätze. Wie lässt sich auf diesen Initiativen aufbauen, um das gesellschaftliche Leben fairer und integrativer zu machen? Wie sollte eine gerechtere Kommune in der Zukunft aussehen? Diese Fragen wollen wir im Rahmen des Bonn Symposiums 2020 mit Kommunalvertreterinnen und -vertretern aus verschiedenen Weltregionen, Wissenschaftler/innen und Vertreter/innen der Zivilgesellschaft diskutieren.

Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben, bitten wir Sie um eine kurze E-Mail (mit Angabe des beruflichen Kontextes) an: hansel@sef-bonn.org.

VERANSTALTUNGEN
© Larissa Neubauer

Krisenprävention: Vom Anspruch zur Umsetzung – Neue Ansätze für die UN

Berliner Sommerdialog 2020 – Online Edition

Im Juni 2020 fand der jährliche Berliner Sommerdialog zum ersten Mal in Form einer Online-Dialogreihe statt. Zum Rahmenthema „Krisenprävention: Vom Anspruch zur Umsetzung. Neue Ansätze für die UN“ haben Expert/innen aus über 25 Ländern wöchentlich jeden Dienstag virtuell diskutiert. Die letzte Sitzung befasste sich mit der Frage, wie mehr politische Unterstützung für effektive Krisenprävention organisiert werden kann.

Eine Videozusammenfassung dieser Diskussion finden Sie hier. Weitere Videos und Hintergrundmaterialien zu allen Sitzungen sind auf unserer Homepage sowie auf unserem Youtube-Kanal verfügbar.

PUBLIKATIONEN

Global Governance Spotlight 2|2020

COVID-19 und Global Governance im Gesundheitsbereich:
Auf den positiven Aspekten aufbauen

Die globalen gesundheitlichen und sozialen Folgen der COVID-19 Pandemie sind noch lange nicht ausgestanden. Im Global Governance Spotlight 2|2020 zieht Sara Davies, Professorin an der australischen Griffith Universität, eine erste Bilanz des internationalen Krisenmanagements. Dabei macht sie auf wichtige Fortschritte im Vergleich zu früheren Pandemien aufmerksam – von der Infektionsmeldung und Öffentlichkeitsarbeit bis zum Menschenrechtsschutz. Bei aller berechtigten Kritik kann die Globale Gesundheits-Governance aus diesen Aspekten lernen und darauf aufbauen.

Beitrag in FriEnt-Impulsen zum Friedensgutachten

Vier zentrale Trends für Friedens- und Entwicklungspolitik

INEF-Direktor Tobias Debiel und INEF-Mitarbeiter Johannes Vüllers heben auf den Analysen des diesjährigen Friedensgutachtens aufbauend vier Trends hervor, die für die Schnittstelle von Friedens- und Entwicklungspolitik 2020 zentral sind: sozio-ökonomische Verwerfungen als Folge der Pandemie, die Verstärkung des Trends zum „democratic backsliding“, Deutschlands Rolle als „ehrlicher Makler" und der Klimawandel als Risikomultiplikator für Gewaltkonflikte. Weitere Medienbeiträge zum Friedensgutachten finden Sie hier.

CC BY 2.0 International Maritime Organization/flickr.com

COVID-19 und globale Lieferketten. Die Krise kennt keine Menschenrechte

Beitrag zur FriEnt-Blogreihe „Corona, Frieden und Konflikt“

Die Pandemie hat den globalen Warenfluss zerrüttet. Die Krise wirft damit auch einen Scheinwerfer auf die sozialen Missstände in globalen Lieferketten und den fehlenden transnationalen Menschenrechtschutz. Vor diesem Hintergrund betonen die INEF-Mitarbeiter/in Dr. Carolina Vestena und Dr. Christian Scheper die Bedeutung von Lieferkettengesetzen, um gerade in Krisenzeiten ein Mindestmaß an gesetzlichem Schutz für Arbeitnehmer/innen zu gewährleisten.

CC BY-NC-ND 2.0 Ingmar Zahorsky/flickr.com

Datenerhebung und -Auswertung zu subnationalen Protestdynamiken

Artikel zu Zielen und Strategien von Protestgruppen in Nepal

INEF-Mitarbeiter Johannes Vüllers diskutiert in einem Artikel mit Belén González die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Messung von Protestdynamiken. Es wird eine neue Art der Datenerhebung vorgestellt, die subnationale Protestdynamiken mit einem Fokus auf Akteure erfasst. So können Unterschiede mit Blick auf Ziele und Protest-Taktiken in den Blick genommen werden.

CC Etan Liam 2/flickr.com

Artikel zum Friedensgutachten in „Internationale Politik und Gesellschaft“ (IPG)

Zur Bedeutung von Massenprotesten weltweit

In „Die Macht der Straße“ gibt ein Autorenteam von INEF und HSFK-Mitarbeiter/innen eine Übersicht über die Ursachen und Erfolgsfaktoren der Welle an Massenprotesten, aufbauend auf dem Friedensgutachten 2020. Ein besonderes Augenmerk legen die Autor/innen auf die Diskussion der Einflussmöglichkeiten externer Akteure.

Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:)
Dechenstraße 2 | 53115 Bonn
sef@sef-bonn.org
www.sef-bonn.org

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Institut für Entwicklung und Frieden (INEF)
Lotharstraße 53 | 47057 Duisburg
inef-sek@inef.uni-due.de
http://inef.uni.due.de

© sef: 2020

Die Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:) wurde 1986 auf Initiative von Willy Brandt gegründet. Sie ist eine überparteiliche und gemeinnützige Einrichtung. Die sef: bietet ein hochrangiges internationales Forum für das gemeinsame Nachdenken über die komplexen Herausforderungen der Globalisierung. Die sef: ist durch einen Kooperationsvertrag mit dem Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) der Universität Duisburg- Essen verbunden. Das INEF schlägt mit seiner anwendungsorientierten Forschung eine Brücke zwischen Theorie und Politik. Es ist eines von drei Trägerinstituten des Käte Hamburger Kollegs / Centre for Global Cooperation Research.