Bonner Plattform Internationale Zusammenarbeit

„Zwischen (Ohn-)Macht und Gewalt“
Fragile Staatlichkeit als zentrale Herausforderung

Dienstag, 19. Juni 2012 um 18 Uhr
Deutsche Welle, Gremiensaal

Mitveranstalter:
Deutsche Welle
KfW Bankengruppe

Am 19. Juni 2012 fand unter dem Thema „Zwischen (Ohn-)Macht und Gewalt. Fragile Staatlichkeit als zentrale Herausforderung“ die Bonner Plattform Internationale Zusammenarbeit von KfW Entwicklungsbank und Deutscher Welle in Kooperation mit der Stiftung Entwicklung und Frieden (SEF) statt. Auf Einladung der SEF legte Professor Lothar Brock von der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung dar, warum die Umbrüche im Nahen Osten heute erneut für eine verstärkte Diskussion um fragile Staatlichkeit sorgen und welche Faktoren sich in der Vergangenheit als besonders hinderlich für die Lösung der vielfältigen Probleme in den betroffenen Ländern ausgewirkt hätten. Es waren vor allem das von einem westlichen Standpunkt ausgehende Verständnis von Staatlichkeit sowie eine starke Versicherheitlichung der Debatte, die Brock kritisierte. Sein Mitpanelist Peter Croll, Geschäftsführer des Bonn International Center for Conversion, mahnte entsprechend, den Fokus stärker als bislang auf das breitere Feld der „menschlichen Sicherheit“ zu legen. In der praktischen Umsetzung erfordere dies jedoch auch eine stärkere Kohärenz, Koordination und Kooperation der unterschiedlichen politischen Ressorts. „Eine gemeinsame Friedens- und Sicherheitsstrategie der Bundesregierung“ forderte gar Stefan Engstfeld MdL, der als weiteres SEF-Gremienmitglied auf dem Podium für neue Modelle der Zusammenarbeit mit fragilen Staaten eintrat, wie sie beispielsweise aus dem Busan-Prozess hervorgegangen seien. Das BMZ werde sich an einem solchen Pilotprojekt beteiligen, ergänzte Christine Toetzke, Referatsleiterin beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Ob diese Ansätze aber tatsächlich neue Lichtblicke in einen Bereich bringen könnten, der von großen Herausforderungen und Rückschlägen gekennzeichnet sei, bleibe abzuwarten. 

AKTUELLES

Frieden muss von innen wachsen – aber wie?

ANMELDUNG JETZT!

Am 08. Februar 2018 laden wir zu einer Abendveranstaltung in die Frauenkirche Dresden ein. Hauptredner zum Thema „Frieden muss von innen wachsen – aber wie?“ wird der UN-Sonderbeauftragten für Syrien, Staffan de Mistura, sein. Über ihre Erfahrungen auf dem steinigen Weg zu einem friedlichen Zusammenleben berichten an dem Abend auch Vera Baboun, ehemalige Bürgermeisterin von Bethlehem, Tanja Gönner von der GIZ sowie Hajer Sharief, Extremely Together Young Leader aus Libyen.

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sef: Bonn Symposium 2017

Die SDGs in lokalen Partnerschaften umsetzen

PRÄSENTATIONEN JETZT ONLINE

Anfang Dezember veranstaltete die sef: zusammen mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) der Engagement Global gGmbH, dem Land Nordrhein-Westfalen und weiteren Unterstützern ihr diesjähriges internationales Bonn Symposium. Mehr als 120 Expertinnen und Experten diskutierten gute Beispiele für Partnerschaften in und zwischen Kommunen in unterschiedlichen Weltregionen. Die Präsentationen der Rednerinnen und Redner können Sie hier abrufen. Ein kurzer Konferenzbericht folgt in Kürze. 

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sef: Policy Lunch 2017

Mögliches UN-Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten

BERICHT ERSCHIENEN

Ende Oktober fanden in Genf die dritten Verhandlungen zu einem UN-Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten statt. Ziel ist ein rechtsverbindliches Instrument für Staaten und Unternehmen. Mit einem sef: Policy Lunch informierte informierten sef: und CIDSE am 20. November in Brüssel über die Verhandlungen und die Position der europäischen Institutionen. Unser Kurzbericht in englischer Sprache bietet Ihnen einen Überblick. 

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Die sef: im Dialog mit NRW-Landtagsabgeordneten

Am 20. Dezember 2017 begrüßte die sef: knapp 20 Abgeordnete des nordrhein-westfälischen Landtags zu einem Parlamentarischen Frühstück. Renate Hendricks, die Vorsitzende des sef: Vorstands, gab einen kurzen Überblick über die mehr als 30-jährige Geschichte und die aktuelle Arbeit der Stiftung. In der anschließenden Diskussion standen vor allem mögliche Anknüpfungspunkte zur Eine-Welt- und Nachhaltigkeitspolitik auf Länderebene im Vordergrund.

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„Sustaining Peace“ – Aktuelle Herausforderung für die Demokratie

ANKÜNDIGUNG

2018 startet die sef: eine neue hochrangige Veranstaltungsreihe, das Dresdner Forum für Internationale Politik. Am 8./9. Februar treffen sich internationale Expertinnen und Experten um über die aktuellen Herausforderungen für Demokratien zu diskutieren. Wie kann gesellschaftliches Zusammenleben in Frieden und ohne Gewalt langfristig möglich sein? Staffan de Mistura, UN-Sonderbeauftragter für Syrien, sowie Steve Killelea, Herausgeber des Global Peace Index, haben ihre Mitwirkung bereits zugesagt.

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