Bonn Symposium 2014

Lokales Engagement für Entwicklung.
Chancen einer Post-2015-Agenda

Weltweit existiert eine Fülle an Arbeitsstäben, Stakeholderforen oder Diskussionsgruppen, die darüber beraten, welche neue Agenda die Millenniums-Entwicklungsziele (MDGs) nach dem 31. Dezember 2015 ablösen soll. Die Wünsche von Regierungen, internationalen Organisationen, NGOs und anderen Stakeholder-Gruppen sind dabei vielfältig und teils kontrovers. Trotz der Unterschiedlichkeiten scheint man sich jedoch international auf eines verständigen zu können: Nach 2015 sollen MDGs und die (derzeit noch von einer 30-köpfigen Arbeitsgruppe zu entwickelnden) Sustainable Development Goals (SDGs) ein gemeinsames Zielsystem bilden – das sowohl reiche als auch arme Länder verpflichtet.

Auch Vertreter der lokalen Ebene tragen zum Meinungsbildungsprozess über die neuen Entwicklungsziele bei. Viele von ihnen wünschen sich dabei jedoch mehr Stimmgewalt: Im Sinne eines wirkungsvollen bottom-up-Ansatzes wollen sie die Inhalte einer neuen Agenda mitbestimmen und nicht lediglich für deren Umsetzung verantwortlich gemacht werden. Die Stiftung Entwicklung und Frieden möchte sie dabei mit dem Bonn Symposium unterstützen. Beim Bonn Symposium handelt es sich um eine mehrjährige Veranstaltungsreihe der sef:, die im Jahr 2013 mit dem Kooperationspartner Engagement Global gGmbH/Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) neu aufgesetzt wurde und nun fortgeführt werden soll.

Das Format bietet kommunalen Akteuren aus verschiedensten Weltregionen einen Raum zum Austausch darüber, wie die jeweiligen Problemlagen vor Ort erkannt und in den politischen Prozess zur Erstellung einer Post-2015-Agenda für nachhaltige Entwicklung integriert sowie in der Folge möglichst demokratisch, transparent und effizient umgesetzt werden können.

Folgende Ziele sollen konkret erreicht werden:

  1. Die lokalen Akteure sollen im Sinne eines Lerndialogs über die laufenden Konsultationsprozesse zu einer neuen Agenda für nachhaltige Entwicklung informiert werden. Besonderes Interesse gilt dabei den Berichten der Open Working Group sowie des UN-Expertengremiums zur Finanzierung nachhaltiger Entwicklung.
  2. Lokale Akteure aus Deutschland sollen mit Vertretern aus dem globalen Süden in den Dialog gebracht werden.
  3. Die Veranstaltung soll den Erfahrungsaustausch über bereits vorhandenes kommunales Engagement im Nachhaltigkeitsbereich (bspw. LA 21 Prozesse) fördern und dabei besonders auch die Herausforderungen des Mehrebenensystems diskutieren.
  4. Schließlich sollen im Sinne eines echten bottom-up-Ansatzes die wesentlichen Diskussionsergebnisse in den nationalen und internationalen Post-2015-Agenda-Prozess eingespeist werden.

In Kooperation mit:
ENGAGEMENT GLOBAL
Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW)

Mit Unterstützung von:
Deutsche Welle

Gefördert durch:
Stiftung Internationale Begegnung der Sparkasse in Bonn

AKTUELLES

sef: Bonn Symposium 2017

Die SDGs in lokalen Partnerschaften umsetzen

JETZT ANMELDEN!

Am 5. und 6. Dezember 2017 lädt die sef: zusammen mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) der Engagement Global gGmbH, dem Land Nordrhein-Westfalen und weiteren Unterstützern zu ihrem diesjährigen internationalen Bonn Symposium ein. Was sind gute Beispiele für Partnerschaften in und zwischen Kommunen in unterschiedlichen Weltregionen? Welchen Beitrag können Städtenetzwerke zum Wissenstransfer zwischen Kommunen weltweit leisten? Internationale Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Städtenetzwerken sowie aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft werden diese Fragen diskutieren. Melden Sie sich jetzt an!

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sef: Policy Lunch 2017

Ist ein verbindliches UN-Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten möglich?

TERMINANKÜNDIGUNG

Welchen Stand haben die Verhandlungen der Vereinten Nationen um ein verbindliches Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten? Wie steht die Europäische Union zu den Verhandlungen, die im Oktober erneut stattfinden? Expertinnen und Experten werden am 20. November im Rahmen des sef: Policy Lunch über die aktuellen Entwicklungen diskutieren. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit CIDSE – International Alliance of Catholic Development Agencies in der NRW-Landesvertretung in Brüssel statt. Weitere Informationen folgen in Kürze.

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Nachhaltigkeitsstrategien umsetzen

BERICHT ERSCHIENEN

Ist es gelungen, Nachhaltigkeit in der Landespolitik zu verankern? Wie können globale Zusammenhänge für die Menschen erlebbar gemacht werden? Zum sef: Länderworkshop im September kamen über 30 Teilnehmende aus den Administrationen der Bundesländer zusammen. Lesen Sie jetzt im Kurzbericht, welche bestehenden Ansätze und innovativen Projekte sie diskutierten!

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"More advocacy work needed"

INTERVIEW MIT CEPHAS LUMINA
Ehemaliger UN Independent Expert on Foreign Debt and Human Rights 

2012 bestätigte der UN-Menschenrechtsrat die Guiding Principles on Foreign Debt and Human Rights. Was hat sich seither verändert? Was bleibt zu tun? Prof. Dr. Cephas Lumina, ehemaliger UN Independent Expert on Foreign Debt and Human Rights, analysiert den aktuellen Stand in einem Video-Interview mit der sef: anlässlich des Internationalen Experten-Workshops zu “Human Rights and the Global Economy”. Das Interview ist auch verschriftlicht als sef: insight verfügbar.

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"Women are losing out"

INTERVIEW MIT RANJA SENGUPTA
Third World Network, New Delhi

In Ländern des Globalen Südens wirken sich Handels- und Investitionsabkommen häufig negativ auf die ärmsten Teile der Bevölkerung, darunter viele Frauen aus. Warum ist das so? Und wie können ungleiche Machtverhältnisse, die ein Wirtschaftssystem zulasten der Schwachen begünstigen, angegangen werden? Im Rahmen eines Internationalen sef: Expertenworkshops berichtete Ranja Sengupta kürzlich im Video-Interview von ihren Erfahrungen in Indien. Das Interview ist auch schriftlich als sef: insight erschienen.

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