Urbanisierung und Migration

Urbanisierung und Migration sind zwei eng verbundene Themenbereich, die für die künftige Gestaltung von Regional und Global Governance zentral sein dürften. Urbanisierungs- und Migrationsprozesse betreffen Entwicklungs- und Industrieländer gleichermaßen und demonstrieren die Interdependenzen zwischen Politikbereichen sowie die globale „Schicksalsgemeinschaft“.

Die Mehrheit der Weltbevölkerung lebt inzwischen in Städten – viele davon in politisch praktisch nicht mehr steuerbaren Megacities. Es wird geschätzt, dass die städtische Bevölkerung bis 2040 auf 4,9 Mrd. anwachsen wird. Diese Urbanisierung ist zunehmend mit Mechanismen der Globalisierung verknüpft. So hängt städtische Entwicklung immer stärker von Entscheidungen globaler Wirtschaftsunternehmen ab, globale Trends – wie wachsende soziale Ungleichheit oder zunehmende Umweltverschmutzung – wirken sich in Städten besonders dramatisch aus. Im Gegenzug schließen sich Städte zu globalen Netzwerken zusammen und versuchen, Einfluss auf globale Steuerungsprozesse zu gewinnen. Städte werden so immer mehr zu Brenngläsern für Global Governance.

Der weltweit unaufhaltsame Verstädterungstrend ist eng verknüpft mit verschiedenen Formen freiwilliger und erzwungener Migration. 192 Mio. Menschen gelten zurzeit als Migranten, die jährliche Zuwachsrate liegt bei knapp 3% mit steigender Tendenz. Die entwicklungs- und sicherheitspolitische Bedeutung von Migranten nimmt zu.

Die hier skizzierten Entwicklungen führen zu einer Vielzahl von Problemen und zugleich auch Chancen, die im Rahmen dieses Programmbereichs analysiert werden sollen.

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Weitere Programmbereiche:

Global Governance und Regional Governance

Entwicklung und Frieden

 
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